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Das nutzen des Echolots zum Aufspüren von Zander und Hecht halte ich für sinnlos, auch nach Umschaltung auf die Fischsichelanzeige. Nie hatte ich ein großes Echo auf dem Display und danach einen großen Fisch im Kescher.
Ich suche die Kleinfischschwärme, Beute der Räuber, darunter steht Hecht und Zander, schlägt zu.....hoffentlich.
Ich habe es mir angewöhnt die Ruten immer auf einen Rutenring abzulegen damit die Schnur nicht eingeklemmt wird.
Ferner verwende ich verschieden farbige Posen, somit weiß ich immer welche Rute zum Ufer oder See liegen muss. Des weiteren kommt an der 6g Pose ein kleineres Fischchen als an der 8g Pose. Größer als 10cm nehme ich nur im Winter.
Jetzt zur Frage bzgl. des verkehrt herum geschleppten Köders. Diese Montageweise haben Sie vielleicht schon mal in einer Angelzeitschrift gesehen. Die Raubfische jagen unter dem Aspekt des Kontrasts, heißt der Räuber sieht über sich den Schatten seiner Beute und greift an. Also hat sich seine Beute auch was ausgedacht um sich vor diesen Übergriffen zu schützen. Ein heller Bauch erschwert die Sicht von unten, ein dunkler Rücken die Sicht von oben, z.B. als Schutz vor den Kormoranen. Also Köder falsch rum schleppen, der Räuber sieht's besser.
Dies ist auch der Grund, dass ich lt. meiner seit drei Jahren geführten Statistik, weit mehr Hechte bei Vollmond fange als zu den übrigen Mondphasen.
Das die Zander bei Vollmond gar nicht beißen kann ich nicht bestätigen, obwohl ich 70% meiner Zanderfänge während der Neumondphase zu verzeichnen habe.
Ab November beißen fast nur noch Großhechte, nahe der Staumauer ist das Plankton so stark, der Kleinfisch so dicht gedrängt, dass mein Echolot 8m anzeigt obwohl 30m unter mir sind. Heißt, ein 4000 Watt Signal erreicht den Boden nicht mehr!
Jetzt fressen sich die Hechte vorm Laichen so richtig schön den Bauch voll, der Tisch ist reichlich gedeckt, Fänge unter 10 Pfund sind eher eine Ausnahme.
Beim Ausnehmen fällt auf, dass Brassen um 10cm die häufigsten Opfer sind.
Es wird Zeit für schwereres Gerät. Teleskopruten weg, bei Vereisung kann man sie nicht mehr zusammen schieben, Beschädigungen am Rutenlack drohen. Bei Frostgefahr muss die geflochtene 0,30er mono weichen, 15g Posen kommen zum Einsatz, das Vorfach mit Drilling trägt 10kg und die Köder dürfen etwas größer ausfallen. Der Spitzenring und Stopperknoten wird mit Ballistol Öl eingeschmiert. Thermowäsche, Wollmütze sowie kanadische Winterstiefel und Handschuhe welche -30° abhalten werden ausgekramt. Heißer Kakao oder Tee helfen von innen.
Mittlerweile gibt es sogar elektrisch beheizbare Handschuhe und Einlegesohlen für Stiefel.
Wenn es auch lausig kalt ist, das Anködern in Akkordzeit verrichtet wird, ein Foto mit einem Hecht zwischen 20 und 40 Pfund ist immer ein Erlebnis.
Bis zum 31.1. beste Zeit für alle Trophäenjäger.